Erste Rezensionen zu:

 

Das Erbe der Markgrafen. Die Sammlung deutscher Malerei (1350-1550) in Karlsruhe, Ostfildern 2013

 

Die Rezension eines Bandes diesen Umfangs und diesen Inhalts ist kein Frühlingsspaziergang. 
Umso erfreulicher ist es, wenn sich ausgewiesene Spezialisten die Zeit nehmen, den Band wenigstens teilweise zu lesen. 

 

Für den Historiker bleiben die Schlüssel unsichtbar (S. 644)

Konrad Krimm, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 162 (2014), S. 663-665:

 

Ein gewichtiger Band (nicht nur im Wortsinn) und ein erstaunlicher: seit dem Alte-Meister-Werk von Jan Lauts (1966) wieder ein Bestandskatalog der älteren deutschen Malerei in der Karlsruher Kunsthalle.

Die Vfn. …belässt es nicht bei den Formalien eines Objektkatalogs, sondern widmet jedem Werk einen breiten, (auch) ikonographischen Kommentar, in dem sie ihre Zuschreibungskriterien rechtfertigt und ausgiebig mit Vergleichsmaterial belegt; dieser Reichtum an ergänzenden Bildquellen gehört zu den Vorzügen des Bandes.

Der Rez. zählt sich gerne und dankbar zu den geneigten Lesern….

In diesem ...Bestandskatalog dieser Bedeutung, dieser Themenvielfalt und breiten wissenschaftlichen Fundierung…

 

(Anm. der Vfn. …vermisst der Autor nicht nur zwei Schlüssel von Schaffner (diese unübersehbar, weil ziemlich groß) sondern auch ein Register. Register sind bekanntlich teuer. Da die StKK die von der Vfn. akquirierten Mittel verfallen ließ, war das Geld - nach der abermaligen notwendig gewordenen Akquise - knapp…

- im Übrigen gibt es gleich mehrere Register (Werkeverzeichnis mit Entstehungsgebiet und Künstler-Register sowie eine Konkordanz zum alten Katalog von 1966).

 

Schade! Schon der Name der Autorin ist falsch geschrieben (S. 400)

Klaus G. Beuckers, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 74 (2015), S. 400-402:

 

…Umso bemerkenswerter und begrüßenswerter ist es, wenn die Karlsruher Kunsthalle…mit diesem großen und reichbebilderten, ansprechenden Band ihre spätmittelalterlichen Bestände nicht nur dokumentiert und wissenschaftlich erschließt, sondern auch einem breiteren Publikum zugänglich macht.

 

(Anm. der Vfn.: Leider stimmt das nicht. Nicht die StKK dokumentiert etc., sondern die Autorin. Die StKK hat mit diesem Band nichts zu tun. Dem Publikum wird er auch nicht zugänglich gemacht, denn der Band wird vor Ort nicht verkauft…)


…Vor allem für die spätmittelalterliche Malerei…Rekonstruktionen zu entwickeln und argumentativ abzusichern… ist der jetzt vorgelegte Band ein deutlicher Schritt nach vorne.

…Über die Provenienz wird jedoch leider nie auf die ursprüngliche Aufstellung im Raum oder den Stellenwert am ursprünglichen Ort hingewiesen…

 

(Anm. der Vfn.: Der Rez. scheint ein anderes Buch zur Hand gehabt zu haben. Genau diesen Aufstellungsorten, soweit sie denn überhaupt rekonstruierbar sind, wird allergrößte Beachtung geschenkt. Doch bekanntlich sind bewegliche Ausstattungsstücke in diesem Punkt ungleich tückischer als Wandmalerei, die mehr oder weniger dort bleibt, wo sie ist…

 

…beispielsweise (wird) die prominente Karlsruher Passion…durch eine plausible Rekonstruktion weiterentwickelt, die eine ansprechende Montage zudem visualisiert. Derartige Leistungen finden sich mehrfach, und die Autorin ist sich dessen in ihren manchmal sehr dezidierten Formulierungen auch bewusst.

 

(Anm. der Vfn: Warum auch nicht?...)


…der Bestandskatalog ist ansprechend gemacht und inhaltlich überzeugend. Die hochkarätige Sammlung wird in ihrer ganzen Breite erfahrbar, und jeder der in Karlsruhe außer der Karlsruher Passion „nur“ die berühmten Meisterwerke von Matthias Grünewald vermutet, bekommt Lust die Stücke im Museum aufzusuchen…

 

Sicherlich mehr als wesentliche neue Bausteine und Ansatzpunkte zur Materie (S. 369)

 

Manuel Teget-Welz, in: Ulm und Oberschwaben 59 (2015), S. 367-369

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