Archiv III

Unredliche Aneignung.


Zum Katalog der Ausstellung über den Meister von Messkirch, alias Josef Weis, Maler von Balingen in der Stuttgarter Staatsgalerie.

 

Wer wäre nicht erfreut darüber, dass eine wirklich bedeutende südwestdeutsche Künstlerwerkstatt des 16. Jahrhunderts nun endlich die ihr gebührenden Ausstellungsweihen erhält! 

Es wurde aber auch Zeit ! - nachdem die Kulturstiftung der Länder große Summen zum Erwerb wichtiger Bildtafeln dieser Werkstatt bereitgestellt hat.  

Allerdings hätten es die Meister kaum nötig gehabt, dass der protzige Katalog (mit dem ebenso protzigem Titel) fast das Format der sehr kleinformatigen Täfelchen übertrifft.

Unredlich sind die Aussagen, mit denen für die Ausstellung und den Katalog geworben wird.

Die Kuratorin hat selbst niemals eigene Forschungsleistungen erbracht.

An sich ist das in einem Ausstellungskatalog nichts Ehrenrühriges – solange man seine Quellen nicht verschweigt.

Kein einziger Beitrag geht über das bisher Bekannte und 1997 in der tatsächlich ersten gedruckten Monografie Publizierte hinaus.

Diese Monografie, die in Zusammenarbeit mit dem Landesmuseum Württemberg in Stuttgart entstand, baut auf älterer, präzise geleisteter Forschung auf.
Das zu verschweigen ist unzulässig!

Diese nun zu verunglimpfen und so zu tun, als habe man das Rad neu erfunden, ist unredlich.

Und die neue Direktorin? Erwartungen maßlos enttäuscht!



Enttäuschend ist ferner, dass in der FAZ zwei Artikel zur Ausstellung erschienen sind, die – vermutlich nach der Lektüre eines Wikipedia-Eintrages -
die Mär verbreiten, der MvM sei aus der Ulmer Schule. Wie kann das sein?
Wer auch nur ein ganz kleines Bisschen über die alte Ulmer Schule weiß, weiß auch, dass das völlig undenkbar ist.

 

AMF

 

 

 

 

 


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