AMF Aktuell I


Unredliche Aneignung.


Zur aktuellen Ausstellung in der Stuttgarter Staatsgalerie.

 

Wer wäre nicht hoch erfreut darüber, dass eine wirklich bedeutende südwestdeutsche Künstlerwerkstatt des 16. Jahrhunderts nun endlich die ihr gebührenden Ausstellungsweihen erlangt! 

Es wurde aber auch Zeit ! - nachdem die Kulturstiftung der Länder große Summen zum Erwerb wichtiger Bildtafeln dieser Werkstatt bereitgestellt hat.  

Allerdings hätten es die Meister kaum nötig gehabt, dass der protzige Katalog (mit dem ebenso protzigem Titel) fast das Format der sehr kleinformatigen Täfelchen erreicht.

Unredlich sind aber leider die Aussagen, mit denen für die Ausstellung und den Katalog geworben wird.

Die Kuratorin hat ja selbst keine eigene Forschungsleistung erbracht.

An sich ist das in einem Ausstellungskatalog nichts Ehrenrühriges – solange man seine Quellen nicht verschweigt.

Kein einziger Beitrag geht über das bisher Bekannte und
1997 in der tatsächlich ersten gedruckten Monografie Publizierte hinaus.

Diese Monografie, die in Zusammenarbeit mit dem Landesmuseum Württemberg in Stuttgart entstand, baut auf älterer, präzise geleisteter Forschung auf.
Das zu verschweigen wäre unzulässig!

Diese nun zu verunglimpfen und so zu tun, als habe man das Rad neu erfunden, ist unredlich.

Und die neue Direktorin? Erwartungen maßlos enttäuscht!



Enttäuschend ist ferner, dass in der FAZ zwei Artikel zur Ausstellung erschienen sind, die – vermutlich nach der Lektüre eines Wikipedia-Eintrages -
die Mär verbreiten, der MvM sei aus der Ulmer Schule. Wie kann das sein?
Wer auch nur ein ganz kleines Bisschen über die alte Ulmer Schule weiß, weiß auch, dass das völlig undenkbar ist.

 

AMF

 

 

 

 

 

 


 





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